Vertritt Nestlé wirklich die Meinung Wasser ist kein Menschenrecht?

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Kind wäscht sich die Hände

Nestlé macht jährlich etwa 9 Milliarden Franken Umsatz mit abgepacktem Flaschenwasser und ist somit einer der Hauptakteure des globalen Handels mit Trinkwasser. An sich wäre das Ganze ja auch gar nicht problematisch, wenn das gesamte Schema nicht auf reiner Profitgier basieren würde. Das ist aber leider der Fall. Nestlé beutet die ärmsten der Armen aus und stiehlt ihnen ihr Wasser. Wir bekommen davon leider gar nicht so viel mit, schließlich geschieht das alles in Afrika. Was Nestlé dort genau macht, können Sie in einem unserer vorherigen Beiträge nachlesen. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen jedoch zeigen, wie sich Nestlé gegenüber den Anschuldigungen äußert bzw. geäußert hat. Ihr Hauptargument ist dabei leider nicht nachvollziehbar. Es lautet schlicht und einfach: Wasser ist kein Menschenrecht!

 

Was Nestlé wirklich über Wasser denkt

Natürlich ist Nestlé bewusst, dass sie durch ihre Wasserpolitik in afrikanischen Entwicklungsländern, in Kritik geraten. Dies ist eines der Videos, in denen der Konzernchef von Nestlé Peter Brabeck-Letmathe sich diesbezüglich geäußert hat. Seine Einstellung hierüber scheint glasklar zu sein. So äußert er sich negativ über die „radikalen Ansichten von NGOs“, dass Wasser zu einem öffentlichen Recht erklärt werden sollte. Wasser als Menschenrecht? Allein der Gedanke scheint für Herrn Peter Brabeck-Letmathe untragbar. Seiner Ansicht nach ist Wasser ein Lebensmittel, dass genau wie alle anderen Lebensmittel einen Marktwert braucht. Daher ist eine Privatisierung des Wassers auch vollkommen legitim. Na ja, müssen die verdurstenden Kinder in Afrika sich wohl einfach damit abfinden, dass Wasser seinen Preis hat.

Wie können wir in unserer heutigen Zeit, in der aufgeklärten Gesellschaft in der wir leben, eine derartige Unmenschlichkeit zulassen? Nestlé geht über Leichen und jeder schaut zu. Eine derartige Ansicht ist nicht tolerierbar!

Wassermangel in Kalifornien? Auch das ist nicht Nestlés Problem – Profit geht vor

Doch Nestlé bereichert sich nicht nur in Entwicklungsländern. Auch in den Vereinigten Staaten ist Nestlé aktiv. Scheinbar vor allem dort, wo ohnehin Wassermangel besteht. In Kalifornien, wo die Menschen seit Jahren mit Dürre zu kämpfen haben, schöpft Nestlé fleißig Tag für Tag Unmengen an Wasser. Verwunderlicherweise ist deren Genehmigung schon lange abgelaufen. Und das bereits seit dem Jahr 1988. Zum Glück kommt Nestlé hiermit nicht gänzlich ungeschoren davon. Der Kampf zahlreicher Aktivisten hat zumindest dazu geführt, dass bereits eine der Fabriken von Nestlé geschlossen wurde. Aufgrund des enormen Korruptionsproblems ist jedoch nicht davon auszugehen, dass eine ähnliche Entwicklung in den afrikanischen Entwicklungsländern stattfinden wird. So sterben z. B. in Äthiopien abertausende von Kindern, weil Nestlé ihnen das Wasser stiehlt.

Kaum vorstellbar, dass der Konzernchef von Nestlé tatsächlich eine derartige Ansicht vertreten kann. Für ihn sieht die Lage jedoch klar aus – Wasser ist schlicht und einfach kein Menschenrecht. Daher ist eine Privatisierung auch völlig legitim. Aus Solidarität zu denen, die aufgrund der Gier von Nestlé leiden oder gar ihr Leben lassen müssen, sollten wir alle gemeinsam den Großkonzern boykottieren. Was denken Sie hierüber? Ist eine derartige Ansicht noch tragbar? Hinterlassen Sie uns bitte einfach einen Kommentar. Denn nur gemeinsam kann dieser Wahnsinn gestoppt werden!
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